Ein neuer mobiler Spieltisch für zwei Orgeln
Straelen's Kirchenmusik an St. Peter und Paul rüstet auf für die Musik des 21. Jahrhunderts: Geschaffen werden soll eine völlig neue Schnittstelle zwischen mechanischem Orgelbau und computergesteuerter, mobiler Spieltisch-Anlage. Mit der Anschaffung des zusätzlichen mobilen Spieltisches können beide Orgeln in der Kirche St. Peter und Paul vom gesamten Kirchenraum aus gespielt werden. Dies schafft weit reichende Möglichkeiten, die Orgeln in Liturgie und Konzert einzubinden; zudem wird das Registrieren der gespielten Literatur wesentlich erweitert und vereinfacht.
mehr Wissen über den mobilen SpieltischWerden Sie Pate über eine Taste!
Finanzierung des Projektes Mobiler Spieltisch
Der Aufwand für die Realisierung eines solchen Projektes überragt den Jahresetat der Fördergesellschaft Geistliche Musik an St. Peter und Paul. Wir sehen dieses als mittelfristiges Projekt und rechnen mit einer Finanzierungsphase von fünf bis sieben Jahren. Wichtigster Baustein der Finanzierung sind private Spenden - und hier möchten wir jeden einzelnen ansprechen, sich persönlich mit dem neuen mobilen Spieltisch verbunden zu fühlen!
Ihre Initialen auf dem neuen mobilen Spieltisch
Bei der Finanzierung neuer Orgeln ist es üblich, Orgelpatenschaften anzubieten - so kam der Vorstand der Fördergesellschaft geistliche Musik auf die Idee, Tastenpatenschaften anzubieten.
Für eine Patenschaft erhalten Sie:
- ein Zertifikat
- die Möglichkeit, Ihre gewünschten Initialen in die Taste einzugravieren und sich so in dem Spieltisch zu verewigen
Mit der Tastenpatenschaft verpflichten Sie sich zur Spende von mindestens 50 EUR im Jahr,
über 5 Jahre hinweg. Der Gesamtbetrag beträgt also mindestens 250 EUR.
Haben Sie Interesse? Dann melden Sie sich gern bei Otto M. Krämer per E-mail oder telefonisch unter Tel. 02834/ 78681
Mehr Wissen über den mobilen Spieltisch
Inspiration für die Orgelmusik
So bietet der neue mobile Spieltisch für den im Fach "Orgelimprovisation"
weltweit erfahrenen Organisten Otto M. Krämer nicht nur programmiertechnische Neuheiten
einer Setzertechnik, die "State of the Art" ist, sondern auf der Basis der bestehenden
Klangkörper der Pfarrkirche Straelen weit reichende, zukunftsweisende Möglichkeiten für
die Interpretation der Orgelmusik, für die Kunst der Improvisation und die Komposition.
Der mobile Spieltisch ist wie ein "Orgel-Cockpit". Die feste Verbindung zwischen Spieltisch
und Pfeifen wird aufgelöst und ein Computer eingeklinkt. Dieser registriert nun jeden
Tastendruck - was er aber an die Pfeifen weiter gibt, hängt von der Programmierung bzw.
der Einstellung, die der Organist vorher getätigt hat, ab. Der Organist kann viele verschiedene
Klangkompositionen vorab im Rechner zusammenstellen - und anschließend wie gewohnt auf den
Manualen spielen.
Neue Möglichkeiten der Konzertgestaltung
- beide Orgeln in St. Peter und Paul können zusammen oder einzeln gespielt werden
- alle Chöre können sowohl unten im Kirchenraum - als auch oben auf der Orgelbühne singen und begleitet werden
- Konzerte mit Chor, Orchester und großer Orgel können jetzt realisiert werden - die zeitliche Verzögerung kann der Organist jetzt, wo er mitten im Klang sitzt, mühelos ausgleichen.
- Mehrchörigkeit verteilt in der Kirche ist praktisch kein Problem mehr
- Mehrere Organisten können synchron Werke für zwei Orgeln aufführen
- Verschiedenste Innovationen der Orgelbautechnik sind endlich machbar
- die Anlage ist im ganzen Kirchenraum beweglich und kann sogar außerhalb der Kirche z.B. für ein Open -Air Konzert bedient werden
Vorteile für den Organisten
Der Organist kann sich aufs Wesentliche konzentrieren, denn per Programmierung können verschiedene Einstellungen vorab vorgenommen werden
- Der Organist kann vorab sein Musik-Programm vorbereiten, wann immer dieser möchte - auch komplizierteste Koppeln werden so leicht realisierbar
- Ein Orgelwerk kann mittels Computertechnik per Knopfdruck transponiert, also in eine andere Tonart gehoben werden - bisher verlangte das bisher vom Organisten flinke Finger und einen gelenkigen Geist.
- Ein mobiler Spieltsich könnte auch dazu führen, dass sich Klavierspieler an die Orgel trauen - diese können in der Regel nicht die Fußpedale bedienen - müssen sie auch nicht mehr: per Programmierung kann zum Beispiel immer der tiefste, mit den Händen gespielten Ton gegriffen und um zusätzliche Pedaltöne erweitert werden, und schon klingt ein Pianist - fast - wie ein Organist.